RFID-Karten für Fernfahrer /Fahrer ID-Karten
Die Identifikation von Lastwagen und Fernfahrern in den Terminals kann durch die Einführung von RFID-Karten automatisiert werden. Eine RFID-Karte ist das perfekte Mittel, um Fahrer und Fahrzeuge in einem Terminal genau zu verfolgen und zu lokalisieren, während die LPR-Ablesung eine kostenintensivere und weniger genaue Alternative ist.
Das gleiche Kartensystem kann auch als Zugangskontrollsystem eingesetzt werden, wenn der Hafen oder das Terminal verpflichtet ist, die ISPS-Vorschriften einzuhalten. Eine einzige Karte kann diesen beiden Zwecken dienen, d.h. das ist eine besonders wirtschaftliche Lösung.
Eine ideale Situation liegt vor, wenn im Rahmen der ISPS-Bestimmungen bereits ein Kartensystem eingerichtet wurde. Es kann auch zu Nachverfolgungs- und Lokalisierungszwecken verwendet werden, ohne zusätzliche Investitionen tätigen zu müssen.
Einrichtung - Organisation
Die Ausgabe und Verteilung der Fahrer ID-Karten liegt in den meisten Fällen im Zuständigkeitsbereich der Hafenbehörden oder anderer lokaler staatlicher Einrichtungen, darüber hinaus werden in manchen Fällen die Karten auch auf Terminalebene organisiert.
Beispiele für die erfolgreiche Einführung von Fahrer ID-Karten sind unter anderem die CargoCard in Rotterdam, die AlfaPass Karte in Antwerpen, die RHIDES Karte in Felixstowe und die TWIC Karten in den Vereinigten Staaten.
Mindestanforderungen für die Fahrer ID-Karte
- Vorzugsweise kontaktlos
- Optionales Foto des Fahrzeuglenkers (ermöglicht eine manuelle ID-Überprüfung)
- Persönliche Informationen aufgedruckt und integriert (Name, Adresse, Arbeitgeber, etc.)
- Biometrie optional (ermöglicht unbeaufsichtigte ID-Kontrollen)
- Ausgabe auf Hafenebene (gemeinsame Karte für Multi-Terminal Standorte)
- Nutzung der ausgegebenen schwarzen Liste (Nachverfolgung von „gesperrten“ Karten)
Aufbewahrung von persönlichen Daten
Jedes Land hat seine eigenen Richtlinien und Bestimmungen zur Aufbewahrung und Verwendung von personenbezogenen Informationen. Um Konflikte mit solchen Bestimmungen zu vermeiden, speichern die meisten ID-Kartensysteme die persönlichen Daten, einschließlich der biometrischen Daten, auf der Karte. In diesem Fall enthält die Datenbank nur eine beschränkte Menge an Informationen, im Wesentlichen nicht mehr als die jeweiligen Nummern der Fahrer ID-Karten.
Fahrzeugidentifikation
Die Fahrzeugidentifikation dient mehreren Zwecken:
- An den Eingangstoren wird sie dazu verwendet, um die Spuranpassung zwischen dem OCR-Portal und den von den Toren abgehenden Fahrspuren durchzuführen, um sicherzugehen, dass die korrekten OCR-Daten mit dem richtigen LKW verknüpft werden, der in einer Fahrspur steht.
- Am Ausfahrtstor zur Überprüfung, ob die richtige LKW-Kombination den Terminal verlässt: LKW-ID + Container ID + Fahrer ID müssen übereinstimmen.
- In der Übergabezone wird die Fahrzeugidentifikation dazu genutzt, um sicherzugehen, dass der richtige Container auf das richtige Fahrzeug aufgeladen bzw. vom richtigen Fahrzeug abgeladen wird. Heute ist es üblich, eine LKW-Kennzeichennummer auf das Dach des LKW-Führerhauses aufzumalen, um eine visuelle Überprüfung des Portal- oder RTG-Treibers zu ermöglichen.
Die Lösung
Die derzeit beliebteste Fahrzeugidentifikationsmethode ist das Ablesen des vorderen Nummernschildes mit Hilfe eines LPR Kamerasystems. Obwohl das ein sehr geradliniges System ist, so ist es doch eine der Hauptursachen für Störungen und Ausnahmeanrufe in der Zentrale. Die Anzahl der Anrufe ist abhängig von der Qualität der Kennzeichen und schwankt zwischen 2 und 5%.
Eine neuere und viel genauere Lösung ist die Einführung von RFID-Kennmarken mit langen Reichweiten. Diese Kennmarken werden hinter der Windschutzscheibe der LKW befestigt und können abgelesen werden, während die LKW ein Kennzeichenlesegerät passieren. Typischerweise werden diese Lesegeräte in den OCR Kameraportalen montiert. Die gleiche Kennmarke wird auch in den Gate-Fahrspuren oder in den Umschlag- /Grid-Zonen abgelesen.
Die RFID Technologien
Heute sind zahlreiche RFID Technologien erhältlich und auf dem Markt verfügbar. Von Systemen mit kurzen Reichweiten (1 bis 10 cm) bis hin zu Systemen mit langen Reichweiten (14 Meter und mehr) ist alles erhältlich. RFID-Kennmarken können nach Energieverbrauch (passiv, semi-passiv und aktiv), verwendetem Frequenzbereich und Datenspeicherung bzw. Schreib-/Lesekapazität kategorisiert werden.
Passiv
Die bekanntesten Vertreter sind hier die HID (125kHz) und die Mifare (13,56MHz) RFI-Kartentechnologien. Die 125 kHz Lösungen verschwinden langsam vom Markt und werden durch die beliebteren Mifare Karten ersetzt (ermöglichen Datenspeicherung bis zu 4Kbit). Der Datenspeicher wird üblicherweise dazu genutzt, um biometrische und andere persönliche Daten zu speichern.
In letzter Zeit wurde auch das EPC GEN2 Schild immer beliebter. Seine 860-960MHz Technologie bietet den Vorteil einer größeren Reichweite (bis zu 14 m), ein großer Nachteil ist jedoch, dass es Sicherheitsmängel aufweist.
Sowohl die Mifare als auch die EPC GEN2 Schilder sind Standardelemente, Lesegeräte und Karten können daher auch von unterschiedlichen Anbietern gekauft werden.
Semi-passiv
Diese im 2,4 GHz Bereich arbeitenden Karten besitzen nur eine kleine Batterie. Sie sind “semipassiv”, da sie sich normalerweise im “Ruhemodus” befinden und nur Batterie verbrauchen, sobald sie über die Antenne aktiviert werden. Dieses Konzept garantiert eine längere Haltbarkeit bis zu 5 Jahre und eine ziemlich große Reichweite von bis zu 12 m. Diese Art von Kennmarken sind noch nicht standardisiert und daher auch noch nicht zwischen verschiedenen Anbietern kompatibel.
Aktiv (Transponder)
Diese Kennmarken arbeiten im 2,4 oder 5,8 GHz Frequenzbereich. Da die meisten von ihnen als Transponder funktionieren (sie senden in regelmäßigen Abständen Mitteilungen), ist die Lebensdauer der Batterie beschränkt (sie hat eine Haltbarkeit von 3 bis 10 Jahren). Die Abtastentfernung variiert von 3 Metern bis zu 100+. Beispiele dafür sind die AEI Transponder, die an den Eisenbahnwaggons in den Vereinigten Staaten und Australien montiert sind; in Europa werden beispielsweise auf Mautstrassen DSRC Transponder eingesetzt.
Kombinierte Kartentechnologie
Neben den oben beschriebenen Karten bietet CAMCO eine spezielle Karte im Kreditkartenformat an, welche Kurzreichweitenanwendungen (üblicherweise für die Personenidentifikation verwendet) mit Langreichweitenanwendungen (Fahrzeugidentifikation) verbindet.
Der große Vorteil dieser CombiCard Technologie ist, dass eine Karte für zwei Anwendungszwecke eingesetzt werden kann: Fahrzeugidentifikation während der Fahrt und Personenidentifikation am Schalter.
CAMCO hat dieses CombiCard System bereits in mehreren Terminals umgesetzt, z.B. dem Cargo Service in Arhus, Dänemark, und in verschiedenen Transnet-Terminals in Südafrika. Transnet hat über 13.000 LKWs mit CombiCards ausgestattet und ermöglicht dadurch eine einfache, automatisierte und genaue Zugangskontrolle und Fahrzeugverfolgung.
Das Know-how und die Produkte von CAMCO
CAMCO besitzt langjährige Erfahrung in der Realisierung von RFID Kartensystemen. Seit der Gründung des Unternehmens haben wir zahlreiche RFID-Lösungen installiert, von einfachen Kurzreichweitenanwendungen (HID, Mifare), über semi-aktive und aktive RFID-Karten, inklusive AEI und DSRC-Lesegeräte.
CAMCO bietet Häfen und Terminals innovative ID-Karten-Komplettlösungen für die Fahrer- und Fahrzeugidentifikation, einschließlich der erforderlichen Hardware (Karten, Client-Stationen, Anmeldestationen, Lesegeräte,...) sowie der Software (Datenbanken, Registrierungssoftware-Module, Zugangskontrollschnittstellen,...).
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